Text und Fotos: Prof. Bogner-Zisler

Ostergottesdienst am 6. April 2017 Neustart: neu durchstarten – neu anfangen 
Der Frühling ist eine echte Auferstehung, ein Stück Unsterblichkeit.
Henry David Thoreau
 
 
Um 8 Uhr feierten wir mit dem BG/BRG Linzerstraße gemeinsam den katholischen Ostergottesdienst in Kirche St. Anna / Baumgarten mit Herrn Pfarrer Pawel Marniak.
Unser Thema war Neustart.
 
 
Folgende Gedanken begleiteten uns durch den Gottesdienst:
Auferstehung heißt auch Neustart, Entfaltung und Aufbruchsstimmung. So wie Jesus sein Leiden in der Auferstehung durchbricht, überwindet auch der Frühling jedes Jahr aufs Neue die Kälte und Finsternis des Winters. Besonders in der Natur sind die Phänomene dieses Neuerwachens, dieser Verwandlung zu beobachten.
Bereit für den Neuanfang? Auferstehung kann auch in der Natur beobachtet werden. Der Frühling – Blüten sprießen, das Grün kehrt zurück, ein Kribbeln liegt in der Luft. Die Zeit ist reif: der Frühling kommt. Aufbruchsstimmung liegt jedes Jahr aufs Neue in der Luft. So wie Jesus Auferstehung neues Leben ermöglicht, nimmt uns auch der Frühling hinein in seine Dynamik. Unser Gemüt wird erhellt, die Stimmung und die Temperaturen steigen, die Motivation erwacht … Die Kraft der Auferstehung erweist sich im Frühling jedes Jahr aufs Neue als beflügelnd und inspirierend. Aber auch wir Menschen stehen in unterschiedlichen Phasen unseres Lebens immer wieder vor Neuorientierung, vor einem Neustart, der unseren Alltag verändert und uns neue Chancen schenkt.
 
 
SchülerInnen der 3A machten sich ihre eigenen Gedanken zum Thema:
Jeder Neubeginn in unserem Leben birgt Unsicherheit, Spannung und vielleicht auch Angst. Wir fühlen uns in diesen Phasen der Veränderung alleine gelassen und unsicher. Auch Jesus spürte am Kreuz einen Moment der Einsamkeit in dem er schreit: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" In diesen Zeiten sehnen wir uns nach Menschen, die uns tragen und stärken.
An meinem ersten Schultag in der ersten Klasse fühlte ich mich ein bisschen hilflos, weil mich niemand angesprochen hat und ich mich im Schulhaus noch nicht auskannte. Zum Glück hat sich diese Situation am nächsten Tag geändert als unsere Lehrer uns herumführten.
Als wir damals umgezogen sind, musste ich mich an eine ganz neue Umgebung gewöhnen und mir neue Freunde suchen. Ich fühlte mich sehr einsam. Gott sei Dank habe ich gleich am ersten Wochenende meine Nachbarn kennengelernt und mit ihnen gespielt.
Als sich meine Eltern scheiden ließen, fiel es mir nicht leicht, die neuen Partner von Mama und Papa zu akzeptieren. Ich bin froh, dass meine Eltern Verständnis dafür zeigten und mich in dieser Zeit der Veränderung unterstützen und mich zu nichts drängten.
 
 
Als Lesung hörten wir den Text aus dem Alten Testament (Buch Genesis) über Abraham und seinen Neustart mit Gott:
In jenen Tagen erschien der Herr dem Abram.
Abram fiel auf sein Gesicht nieder; Gott redete mit ihm und sprach:
Das ist mein Bund mit dir: Du wirst Stammvater einer Menge von Völkern.
Man wird dich nicht mehr Abram nennen. Abraham - Vater der Menge - wirst du heißen; denn zum Stammvater einer Menge von Völkern habe ich dich bestimmt.
Ich mache dich sehr fruchtbar und lasse Völker aus dir entstehen; Könige werden von dir abstammen.
Ich schließe meinen Bund zwischen mir und dir samt deinen Nachkommen, Generation um Generation, einen ewigen Bund: Dir und deinen Nachkommen werde ich Gott sein.
Dir und deinen Nachkommen gebe ich ganz Kanaan, das Land, in dem du als Fremder weilst, für immer zu eigen, und ich will ihnen Gott sein. Und Gott sprach zu Abraham: Du aber halte meinen Bund, du und deine Nachkommen, Generation um Generation.
 
Nach Evangelium, Gabenbereitung und Wandlung konnten alle die Kommunion empfangen. Als Dankgebet hörten wir nach dem Segen folgenden Text:
 

 
Ich freue mich. Jesus lebt!
Auch die Natur freut sich.
Der Baum freut sich und treibt neue Blätter.
 
Die Wiese freut sich und wird saftig und grün.
Die Blume freut sich und öffnet ihre Blüte.
Der Vogel freut sich und singt ein neues Lied.
 
Das Schaf freut sich über sein neugeborenes Lamm.
Der Schmetterling freut sich und flattert davon.
Die Sonne freut sich und strahlt kräftig am Himmel.
 
Die Obstbäume freuen sich über ihre weißen und pinken Blüten.
 
Die Tiere freuen sich übers Herumtollen in der frischen Luft.
 
Wir Menschen freuen uns über die Aufbruchsstimmung und starten neu durch. Der Frühling ist angekommen.
 
Jesus lebt.
 
 
 
Herzlichen Dank allen fürs Vorbereiten und Gestalten, Musizieren (besonders den SchülerInnen der 8. Klassen, die uns viele Jahre lang musikalisch begleitet haben), Singen und Mitfeiern!
 
Wir laden herzlich alle SchülerInnen und LehrerInnen zum ökumenischen Schulschlussgottesdienst am Freitag, 30.6., in der 1. Stunde in den Festsaal ein! Wir freuen uns sehr auf euer Kommen und Mitfeiern!
 
Die ReligionslehrerInnen Prof. Sandhofer, Prof. Bogner-Zisler, Prof. Cvrljak, Prof. Daxbacher, Prof. Fischer, Prof. Lang, Prof. Putz