Text: Prof. Herrgesell, Foto: Prof. Piniel

 
Am 3.6. 2019 machte sich die 6C im Rahmen des Physikunterrichts auf den weiten Weg zum Kraftwerkspark Simmering. Dort konnten wir eine Biomasse- und eine Gasverbrennungsanlage zur Stromgewinnung besichtigen. 
Mit Helmen und Funkkopfhörern ausgestatten durften wir die Anlage aus nächster Nähe besichtigen, jedoch leider keine Fotos machen. Ein Schnappschuss entstand jedoch bei der Helmausgabe.
 
 
Hier noch einige Fakten:
Bereits 1902 lieferte das Kraftwerk Simmering erstmals Strom.
Heute ist es eine der modernsten und umweltfreundlichsten Anlagen Europas. Seit 2009 versorgt die Anlage 730.000 Haushalte und mehr als 7.000 Business-KundInnen mit Strom. Zusätzlich liefert das Kraftwerk Simmering 1 Fernwärme für knapp 270.000 Haushalte. Gemeinsam mit der Kraft-Wärme-Kopplung bringt das einen Wirkungsgrad von mehr als 81 Prozent.
Außerdem wurde 2009 ein 30 Jahre alter Teil des Kraftwerks modernisiert. Als Kraftwerk Simmering 2 deckt er nun Bedarfsspitzen ab. Bei den Umbauarbeiten wurde darauf geachtet, noch intakten Altbestand zu erhalten, wie die Rauchfänge, die mittlerweile wesentlich kürzer ausfallen könnten.
Beachtlich ist trotz allem der Verbrauch an Hackschnitzel (35 LKW Ladungen pro Tag) und zu Spitzenzeiten der Gasverbrauch. Das für die Kühlung verwendete Wasser (Dampf wird, nachdem er die Turbine angetrieben hat, wieder auf etwa 30°C herabgekühlt), kann dem nahegelegenen Donaukanal entnommen werden. Hier gibt es genaue Richtlinien, wie warm es zurückgeleitet werden darf. In Summe wird der Kanal jedoch nie mehr als 1°C erwärmt.
 
Fazit: Jede nicht verbrauchte Kilowattstunde ist eine gute Tat für die Umwelt.