Bild und Text: Prof. Preyer, Daniel, Leonie, Nicholas, Lilla, Henrik
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Als Abschlussprojekt der Klassenlektüre von Ayşe Bosses Pembo gestaltete die 1C ein gemeinsames Plakat und zusätzlich jede*r Lernende ein eigenes Sprachportrait. |
Mit Witz und bildlicher Sprache erzählt die Autorin, Ayşe Bosse, wie die Fünftklässlerin, Pembo, gemeinsam mit ihren Eltern von der sonnigen Mittelmeerküste in der Türkei ins triste Hamburg ziehen muss. Der Familie fällt es anfangs schwer Fuß zu fassen, vor allem die Protagonistin vermisst ihre Familie, ihre Freunde und ihr gewohntes Zuhause in der Türkei. Erst nach und nach versteht sie, dass ihre Mehrsprachigkeit und ihre deutsche und türkische Identität etwas Schönes ist:
„Halb und halb macht doppelt glücklich“ - so der Untertitel.
Am Anfang jeden Kapitels wurden türkische Wörter mit ihrer deutschen Übersetzung abgebildet, die Lesenden hatten somit die Möglichkeit einige Wörter aufzuschnappen. Als Abschlussprojekt gestaltete die 1C ein gemeinsames Plakat. Jede*r Schüler*in wählte ein türkisches Wort, das ihm/ihr in Erinnerung geblieben war. Das Wort wurde mit der deutschen Übersetzung auf Puzzle-Teilen festgehalten und zusammenhängend auf dem Plakat angebracht.
Ausgehend von den Erfahrungen Pembos mit ihrer Mehrsprachigkeit haben sich die Schüler*innen der 1C selbst mit ihrer Mehrsprachigkeit auseinandergesetzt. Im Rahmen eines Sprachenporträts haben die Lernenden in einer menschlichen Silhouette künstlerisch dargestellt, welche Sprachen ihre Person ausmachen.
Die Schüler*innen stellten fest, dass Sprache Teil ihrer Identität ist und teilten gemeinsam mit der Klasse ihre persönlichen Geschichten.
Daniel: „Wir haben Freunde in Spanien, die wir manchmal besuchen. Deswegen kann ich ein paar Wörter. Ich habe mir nach dem Buch Pembo ein paar Wörter auf Türkisch gemerkt. "
Leonie: „Ich habe ein oder zwei Wörter auf Ungarisch aufgeschnappt, weil meine Nachbarn aus Ungarn waren. Meine Tante kann Spanisch, deswegen habe ich ein paar Wörter gelernt.“
Henrik: „Mit meiner Familie spreche ich Mundart, aber mit meiner Uroma Ungarisch. Türkisch habe ich in die Augen eingezeichnet, weil wir Pembo gelesen haben."
Als Lehrkraft war es für mich spannend zu beobachten, dass manche Schüler*innen Türkisch in ihr Sprachenporträt eingezeichnet haben.
Mir ging es darum, den Schüler*innen einen positiven und offenen Zugang zu allen Sprachen zu vermitteln.
Ich denke, dass das über Pembo gut funktioniert hat.
Prof. Preyer
