Text und Foto: evangelische OberstufenschülerInnen

 
Friedenstag für evangelische OberstufenschülerInnen:
Goethe-Gymnasium aktiv dabei!
Auch dieses Jahr hatten SchülerInnen des Goethe-Gymnasiums wieder die Möglichkeit, den Friedenstag für evangelische OberstufenschülerInnen mitzugestalten.

Am 5. Dezember 2018 versammelten sich etwa 600 evangelische SchülerInnen aus ganz Wien in der Auferstehungskirche um im Plenum und in Workshops zum Thema „Aufstehn“ Mut zu gewinnen, sich einzusetzen für eine gerechte und friedliche Zukunft.
SchülerInnen der 6A , 6C und 6D, sowie 7A, 7B und 7C, gestalteten den Abschluss-Teil des Friedenstags, indem sie ihre Wünsche für eine bessere Welt zum Ausdruck brachten.
Professionell vorbereitet wurden sie von der Sprechtrainerin und Schauspielerin Melanie Herbe, die ihnen in einem 3-stündigen Workshop vor dem Friedenstag beibrachte, wie man Körper und Stimme, Mimik und Gestik so einsetzt, dass die gesagten Botschaften auch noch ganz hinten in dem großen Kirchenraum wirkungsvoll ankommen.
Unsere SchülerInnen haben dabei auch viel gelernt für zukünftige Präsentationen in ihrer Schullaufbahn oder beruflichen Zukunft.
 


Aufstehen für Demokratie und Menschenrechte
Wir leben miteinander auf diesem Planeten und müssen lernen dies mit Toleranz und Respekt zu tun. Wir sollten in einer Welt der Globalisierung aufhören einander auszugrenzen. Ich wünsche mir, dass niemand wegen seiner Kultur oder seiner Herkunft schlecht behandelt wird. Ich möchte den Mut haben, für internationales Verständnis und Respekt einzustehen.
(Pablo Löschner, 6C)

Aufstehen für Menschenwürde und Freiheit
2010 konnte bereits vorausgesagt werden, dass es 2025 in Österreich an rund 152.000 Pflegestellen fehlen wird. In 63 Staaten weltweit herrscht keine Pressefreiheit. Im perfektionierten Kapitalismus geht es darum, keine Schwächen zu zeigen, keine Kritik zu äußern. Ich wünsche mir, dass Freiheit zu einer Priorität unserer Gesellschaft gemacht wird. Ich möchte den Mut haben, mich für Würde und Freiheit von Menschen einzusetzen.
(Marie Teufelbauer, 6C)

Aufstehen für eine bessere Welt
Wenn man von Bildung in Afrika hört, denkt man an ein sehr schlechtes Schulsystem. Mittlerweile hat sich sehr viel verbessert. Trotzdem liegt noch ein weiter Weg vor uns, diesen positiven Trend beizubehalten. Ich wünsche mir, dass WIR in den wohlhabenden Ländern weiterhin die unterstützen, denen es nicht so gut geht wie uns. Ich möchte den Mut haben, mich für eine bessere Bildung in ärmeren Ländern einzusetzen.
(Tobias Brunner, 7A)

Aufstehen für Multikulturalität
In Deutschland hören wir von Protesten, bei denen Leute rufen: „Ausländer raus!“ und auch in Österreich spitzt sich die Lage zu. Grund dafür ist Angst. Ein Gefühl, welches schon viel Unverständnis und damit Kriege ausgelöst hat. In vielen Fällen hilft die Musik, wieder einen klaren Gedanken zu fassen. Ich wünsche mir, dass mehr Menschen Verständnis für andere Kulturen entwickeln und sich zuerst informieren, bevor sie etwas verbreiten. Ich möchte den Mut haben, mich gegen Rassismus wehren zu können und andere Kulturen zu akzeptieren.
(Leon Flurer, 7A)

Aufstehen für ein Miteinander der Religionen
Grundsätzlich ist es den Frauen und Mädchen im Islam freigestellt selbst zu entscheiden, ob und wann sie ein Kopftuch tragen. Wenn sie streng gläubig aufgewachsen sind, beschließt der Vater, ab welchem Alter sie dieses Zeichen ihrer Religion tragen sollen. Ich wünsche mir, dass mehr Menschen respektieren, dass das Kopftuch ein Zeichen der muslimischen Religion sein kann und viele Mädchen und Frauen es freiwillig tragen. Ich wünsche mir, dass alle Menschen den Mut haben, vorurteilsfrei aufeinander zu zu gehen und mehr voneinander erfahren. (Anna Stoisser, 6D)

Aufstehen für Mündigkeit und Selbstbestimmung
Auf 100.000 Einwohner kommen in Wien 1.500 Drogensüchtige. Das würde heißen, dass auch unter uns mindestens 11 Abhängige sind. Und das sind nur die offiziellen Zahlen, die Dunkelziffer ist um ein Vielfaches höher. Ich wünsche mir, dass diese Menschen Hilfe erhalten und sich aus ihrer Sucht befreien können. Ich möchte den Mut haben, diesen Menschen ohne Vorurteile zu begegnen, und hoffe, wir können das alle.
(Lara Baumgartner, 6A)

Aufstehen für Verständnis und Toleranz
Wir alle kennen das Judentum, doch was wissen wir wirklich darüber? Im Rahmen der Organisation Likrat besuchen jüdische Jugendliche den Religionsunterricht anderer schulen um mit Vorurteilen und Stereotypen aufzuräumen. Schüler lernen einander und ihre Kulturen kennen. Ich wünsche mir, dass jegliche Art von Vorurteilen in Bezug auf Herkunft und Religion eines Menschen beiseite geschafft werden. Ich möchte den Mut haben, Meinungen und Kulturen anderer zu akzeptieren.
(Jan Schotten, 7B)