Text und Fotos: Prof. Bogner-Zisler

 
Am Donnerstag, 11. April 2019, feierten wir gemeinsam den ökumenischen Ostergottesdienst im Festsaal zum Thema „Mein Herz brennt“.

Jesus brannte für seine Mitmenschen und für Gott; die Jünger und Jüngerinnen brannten für Jesus und seine Lehren. Unsere Herzen brennen für ganz unterschiedliche Dinge: die Liebe zu besonderen Hobbies und Menschen in unserem Leben; der unbändige Wille, etwas zu erreichen; sich einsetzen für etwas und trotz Scheitern weitermachen.
 
 
SchülerInnen aus der 1. Klasse erzählten uns zunächst von Zeiten in unserem Leben, in denen wir vor Begeisterung für etwas brennen und uns voll Freude für etwas einsetzen. Doch dann gibt es auch diese Momente, in denen wir enttäuscht, verunsichert oder verzweifelt sind und uns nach positiver Energie sehnen. Zum Beispiel am ersten Schultag in einer neuen Schule, bei der Scheidung der Eltern oder dem Streit mit wichtigen Menschen.
 
 
Als Lesung hörten wir den Text aus dem Lukas-Evangelium über die Begegnung mit dem Auferstandenen auf dem Weg nach Emmaus. Als die traurigen Jünger nach Jesu Tod den auferstandenen Jesus erkannten, brannte ihr Herz und sie berichteten voll Freude vom Wunder des Neubeginns.
 
 
Einige SchülerInnen berichteten, wofür ihr Herz brennt:
 
„Mich begeistern Menschen, die selbstbewusst und tatkräftig und mit beiden Beinen im Leben stehen. Diese Menschen, die immer offen für jegliche Situationen und andere Menschen sind, sind der Grund, warum unsere Gesellschaft dort ist, wo sie ist. Innovative und zukunftsorientierte Menschen inspirieren mich!“
„Ich brenne für die Umwelt und für die Veränderung und möchte andere begeistern, mit mir zu kämpfen. Greta Thunberg ist mein Vorbild, sie brennt für Veränderung, das inspiriert mich. Mich hat die Teilnahme an der Klimademo begeistert. Der Gemeinschaftsgeist den ich dort spürte hat mich sehr berührt und mich motiviert, ernsthaft was in meinem Leben zu ändern.“
„Mein Herz brennt für Kreativität. Sei es fantastische Malereien oder eine einfache Zusammensetzung aus Papierfetzen. Solange man am Ende sein Ziel erreicht verleiht Kreativität ein Gefühl der Selbstzufriedenheit.“
„Ich setze mich dafür ein, meinen Freunden und meiner Familie bei Sachen zu helfen oder sie zu unterstützen. Mir selbst macht es Freude und dann kommt immer etwas Gutes zurück. Daher brenne ich für Hilfsbereitschaft und Freundschaft.“
„Ich setze mich für die Abschaffung von Kinderarbeit ein und versuche keine Kleidung zu kaufen, die von Kindern produziert wird.“
„Ich begeistere mich für Fußball, weil der Sport Menschen vereint und Gemeinschaft fördert. Auch wenn es immer wieder zu Streitereien im Stadion kommt, finde ich es großartig, dass die Liebe zu einer Mannschaft Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen verbindet.“
„Mein Herz brennt für ein Mädchen in meiner Klasse.“
 
 
Etliche lassen sich auch von Niederlagen nicht entmutigen:
 
„Es ist immer wieder eine Überwindung für mich, selbstbewusst älteren Mitschülern entgegen zu treten, wenn sie jemanden beleidigen oder mobben. Trotzdem nehme ich meinen ganzen Mut zusammen und verteidige meine Klassenkolleginnen, weil ich sie nicht im Stich lassen will.“
„Ich habe an einer Turnübung gearbeitet, aber es ist einfach nicht gegangen. Ich habe aber nicht aufgegeben. Ich habe immer weiter gemacht und weiter gemacht und irgendwann hat es geklappt. Ich habe nicht aufgegeben, weil ich es unbedingt schaffen wollte.“
„Als ich Veganer wurde hatte ich Zweifel und meine Mutter hat mich mit Nährstoffmangel genervt. Meine Freunde machen täglich scherze über meine vegane Ernährung, aber das juckt mich mittlerweile kaum mehr, lol.“
 
 
Wenn wir uns gegenseitig Kraft und Mut zusprechen, setzen wir uns für eine bessere Welt ein. Dann können wir wahrhaft das Fest der Auferstehung feiern!
Nach den Fürbitten und dem Vaterunser teilten wir gemeinsam das Brot. Mit dem Segen Gottes gingen wir wieder in unseren Alltag zurück.
 
 
Wir wünschen euch erholsame Ferien, gesegnete Ostern und ein brennendes Herz! Herzlichen Dank euch fürs Mitfeiern, Mitsingen, Musizieren, Proben und Vorbereiten!
Die ReligionslehrerInnen Prof. Ebmer, Prof. Stolavetz, Prof. Bogner-Zisler, Prof. Cvrljak, Prof. Fischer, Prof. Lang, Prof. Putz