Text und Bild: Prof. Gössinger

Unter dem Titel „Und ein Lied erklingt“ führen SchülerInnen des Goethe-Gymnasiums Wien unterstützt von professionellen SchauspielerInnen am Donnerstag, den 23. Februar 2017 um 19.00 Uhr im Festsaal der Schule ein Theaterstück über die Geschichte des Buchenwaldliedes auf.
 Es handelt sich um ein Stück des Lehrers und Autors Achim Lück, der die Geschichte des Buchenwaldliedes durch die „Wände der Zeit“ gleiten lässt. SchülerInnen des Goethe-Gymnasium Wien begeben sich unter der Regie der Leiterin der Unverbindlichen Übung „Darstellendes Spiel“ Frau Prof. Friederike Melchert auf die Spuren des jüdischen Schriftstellers und Liedermachers Fritz Löhner-Beda, der ins KZ Buchenwald verschleppt wurde und 1942 in Auschwitz ermordet wurde.
 
Fritz Löhner-Beda Achim Lück Hermann Leopoldi
 
Ausgangspunkt des Stückes ist das Buchenwaldlied, welches 1938 von Fritz Löhner-Beda zusammen mit Hermann Leopoldi geschrieben wurde. Die Szenen wechseln zwischen der Vergangenheit während der Nazi-Zeit und der Gegenwart mit ihrem Diskurs zur Vermittlung des Nationalsozialismus in der Schule.
 
Dieses Stück, welches mit dem renommierten Dr. Bilger-Bergheimer Preis ausgezeichnet wurde, entstand in Zusammenarbeit mit Achim Lück und Schauspielern aus der Schweiz und Deutschland. Regie führt Meike Corneli. Die SchauspielerInnen stellen einige Lieder Löhner-Bedas vor. Begleitet werden sie von einem Salonorchester, bestehend aus aktiven und ehemaligen ProfessorInnen des Goethe-Gymnasiums unter der musikalischen Leitung von Dr. Monika Fink.
 
Zählkarten für diese Veranstaltung gibt es ab dem 16. Jänner 2017 bei Prof. Melchert und im Sekretariat.
 
 
Informationen zum Buchenwaldlied:
«Ich ging vom ‹Buchenwaldlied› aus, das 1938 geschrieben wurde. Der Text dazu stammt von Löhner-Beda, was lange nicht bekannt war.» In Konzentrationslagern war es üblich, zur Unterhaltung der SS jüdische Künstler zu zwingen, klassische oder volkstümliche Musik zu komponieren und aufzuführen.
Das Lied sollte Schikane für die KZ-Häftlinge sein, um ihren Lebenswillen zu brechen.
«Der betrunkene KZ-Kommandant zwang die Häftlinge, das «Buchenwaldlied» stundenlang in der Kälte zu singen», erklärt Lück. Doch das Lied mit seinem Text über Mut und Freiheit wurde zur Hymne der Häftlinge. «Das Lied gab ihnen Kraft».
Der Lehrer wundert sich, dass die KZ-Leiter den Text überhaupt zugelassen haben.» Das macht auch folgender Ausschnitt aus dem «Buchenwaldlied» deutlich:
 
«O Buchenwald, ich kann dich nicht vergessen, 
Weil du mein Schicksal bist. 
Wer dich verließ, der kann es erst ermessen 
Wie wundervoll die Freiheit ist! 
O Buchenwald, wir jammern nicht und klagen, 
Und was auch unsere Zukunft sei – 
Wir wollen trotzdem ‹ja› zum Leben sagen, 
Denn einmal kommt der Tag – 
Dann sind wir frei!» 
 
 
Mitwirkende "Und ein Lied erklingt"  am 23. Februar 2017, Goethe-Gymnasium Wien, Festsaal
 

SchauspielerInnen: 
Magdalena Ableidinger
Meike Corneli
Iris Nussbaum
Henrietta Rauth
Jessica Matzig
Ronald Seboth
Teilnehmerinnen der Unverbindlichen Übung „Darstellendes Spiel“ 

Regie:
Meike Corneli

Autor / Produzent:
Achim Lück

Kostüme:
Helena Waltert
Theater an der Josefstadt 

Salonorchester 

Klavier:
Prof. Dr. Monika Fink
1. Violine:
Prof. Anna Deimel
2. Violine:
Prof. Marlies Guthauer
Kontrabass:
Prof. Sophie Schönwälder
Klarinette:
Prof. Christoph Haslinger