Text: Prof. Ebmer, Fotos: Prof. Cvrljak

 
Am 24. April 2018 fand im Festsaal des Goethe-Gymnasiums ein Gefängnis-Seelsorge Vortrag für die 7. Klassen statt.

Im Rahmen des katholischen und evangelischen Religionsunterrichts und des Ethikunterrichts erzählten der Gefängnis-Seelsorger Pfarrer Matthias Geist und Dominik, ein ehemaliger Häftling, über ihre Erfahrungen im Gefängnis.
 
    
 
In der Untersuchungshaft ist eine Zelle für zwei Häftlinge etwa 11m2 groß.
Nur einmal am Tag darf man sie für eine Stunde verlassen um im Hof spazieren zu gehen. Am schwierigsten ist es, auf soziale Kontakte verzichten zu müssen, Besuche müssen genehmigt werden und sind zeitlich begrenzt. Handy und Internet sind verboten. Dinge für den persönlichen Gebrauch kann man einmal pro Woche „einkaufen“, das heißt, man muss eine Woche davor darum ansuchen.
 
    
 
Gefängnis-SeelsorgerInnen bieten durch das Feiern von Gottesdiensten und durch Gespräche eine Abwechslung zum eintönigen Alltag an. Diese Angebote werden sehr gerne angenommen, auch von Menschen, die nicht religiös sind. Denn Häftlinge erfahren hier, dass sich jemand wirklich für sie interessiert und dass sie über alles reden können mit einem Menschen, der von außen kommt und keine Stellungnahme für eine Behörde schreibt.
Auch Angehörige von Gefangenen werden von der Seelsorge betreut, damit sie mit der belastenden Situation besser zurechtkommen.