Text und Foto: Prof Kirner

Am 16.11.2022 fand die diesjährige Gedenkveranstaltung für die Kinder vom Spiegelgrund statt.

Am Gelände des heutigen Klinikums Penzing wurden während der Zeit des Nationalsozialismus unter dem Tarn-Namen "Kinder- und Jugendfürsorgeanstalt am Spiegelgrund" systematisch Kinder getötet, die vom Regime als „für den Arbeitsdienst ungeeignet“ befunden wurden.
In der wahnsinnigen Ideologie des Nationalsozialismus hatten Menschen mit Behinderung oder speziellem Förderbedarf kein Recht auf Leben.
Die tragischen Schicksale der insgesamt etwa 780 ermordeten Kinder zwischen 0 und 18 Jahren sind unter anderem in den Büchern der Wiener Historikerin Waltraud Häupl detailliert aufgearbeitet.
 
Schüler*innen der 6A, Prof. (ehem.) Gerhard Warmuth (der diese Veranstaltung seit 2005 mitgestaltet hatte), Prof. Christoph Kirner und Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner
 
 
Zum Gedenken an die unschuldigen Opfer dieser Verbrechen wurde am 16.11., nach mehrjähriger Covid-bedingter Pause, wieder eine Gedenkveranstaltung abgehalten – eine Kooperation zwischen der Bezirksleitung Penzing, dem Goethe-Gymnasium und dem Gymnasium Linzerstraße.
Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner hielt emotionale eine Rede, der Chor „Via Lentia“ sang Lieder und Schüler*innen der 6A des Goethe-Gymnasiums lasen Beiträge aus den historischen Dokumenten vor. Diese verschiedenen Formen des respektvollen Gedenkens machten die Veranstaltung zu einem berührenden und wertvollen Erlebnis – nicht zuletzt auch für die anwesenden Angehörigen einiger „Kinder vom Spiegelgrund“.